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Richard Strauss nahm sich in seiner Tondichtung des berühmten Verführers Don Juan an. Mit einer farbenreich orchestrierten Musik malt er die Höhen und Tiefen von Don Juans Eroberungen, denn so rasch dieser bei den Damen Erfolg hatte, so schnell wurde er ihrer auch wieder überdrüssig. Die sinfonische Dichtung hebt also stürmisch und auftrumpfend an, endet dann aber in einem resignierenden, leisen Schluss.
Antonín Dvořáks 8. Sinfonie ist dazu ein aufgeräumter, lichter Kontrast. Sie beeindruckt mit ihrem unverkennbar böhmischen Charakter und sucht in ihrer schier überbordenden Fülle an musikalischen Ideen ihresgleichen. Kein geringerer als Johannes Brahms bewunderte Dvořáks Kreativität: »Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen einer ganzen Sinfonie zusammenklauben.«
Während seiner Zeit als Hofkapellmeister in Sondershausen vollendete Max Bruch sein erstes Violinkonzert. Anfangs war der Komponist erfreut über dessen durchschlagenden Erfolg. Es zog Solisten und Zuhörer aufgrund seiner ausdrucksstarken Melodik und Klangschönheit gleichermaßen in seinen Bann. Doch bald wurde Bruch dieser Euphorie überdrüssig, da die gesamte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sich nur auf dieses eine Werk konzentrierte. Er ging sogar soweit, ein Aufführungsverbot zu erwägen und schrieb an seinen Verleger: »Ich kann dieses Concert nicht mehr hören – habe ich vielleicht nur dieses eine Concert geschrieben?«

Übrigens: Richard Strauss ist dafür bekannt, dass er leidenschaftlich Skat spielte. Max Bruch liebte das Volkslied und bezeichnete sich selbst als »Volkslied-Narr«. Und Antonín Dvořák? Sein Interesse galt Lokomotiven. Er verbrachte viel freie Zeit an Bahnhöfen, war mit Lokführern bekannt, wusste über alle Lokomotivtypen Bescheid und führte Aufzeichnungen über Fahrpläne und technische Details, die er seinen Söhnen und Studenten gerne erklärte.

4. Sinfoniekonzert

Richard Strauss, Don Juan, Tondichtung op. 20
Max Bruch, 1. Violinkonzert g-Moll op. 26
Antonín Dvořák, 8. Sinfonie G-Dur op. 88

  • Sa 19.03. 18.00 Uhr Haus der Kunst, Sondershausen
  • So 20.03. 18.00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

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